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Donnerstag, 17. März 2016



Wähler verteilen deftige Ohrfeigen

J. Miehe 13.3.16


Auch die Linke im weiteren Sinn hat von den Wählern der AfD eine deftige Ohreige erhalten – wollte sie doch gerade diesen Rechtsruck verhindern.


Der aber hat nun mit und für die auch ökonomisch reaktionäre Partei stattgefunden – Parlamentssitze und Finanzierung – Hoffähigkeit auch durchs Fernsehen, Stärkung der Partei-Organisation und sicher auch Zustrom von Parteimitgliedern und Ermunterung einer großen Wählerschaft!
Was also hat die Konzentration auf Anti-Rechtspropaganda und offensive Unterstützung der verlogenen, und nur vorgeblichen Willkommenspolitik der Regierung und ihrer Parteien gebracht? - 

Die Stärkung des rechten Lagers. 

Statt dass PDL und auch die DKP offensiv die Umsetzung eines breiten Konjunktur- und Sozialprogramms schon am Anfang des Stroms an Zuwanderern propagiert haben, mit dem
  •  Wachstum, 
  • Arbeitsplätze und Lohnerhöhungen erzeugt, 
  • sowie sozialer Wohnungsbau und Ausbau der sozialen Infrastruktur in Angriff genommen – sowie 
  • die Erhöhung des Mindestlohnes, und 
  • Beseitung der Ausnahmen, 
  • Erhöhung der Hartz IV-Sätze, 
  • Abschaffung der Bestrafungen und 
  • des Annahmezwanges 
hätten erreicht werden sollen - stattdessen haben sie auf eine negative Identitätspolitik gesetzt und die Mitmenschlichkeit in eine Gemeinsamkeit der Interessen umgedeutet (DKP: gemeinsam kämpfen, wir lassen uns nicht spalten):Volle staatliche Unterstützung für die Flüchtlinge und politisch-moralische Bekräftigung für die zivilgesellschaftliche "Willkommenskultur" – 
dagegen kein „Kümmern“ um die Sicherung und Verbesserung der schon vorhandenen einheimischen Bevölkerung 
bei Arbeitsplätzen, Löhnen, Schul- und Ausbildungssystem, Wohnungen und sozialen Leistungen.
Damit haben sie der Propaganda von rechts – Deutsche zuerst - Tür und Tor geöffnet.
Wann hat es eine solche Zuwendung und Fürsorge des Staates und der zivilen Unterstützung für die schon vorhandene soziale Unterschicht in der BRD gegeben?

Stattdessen Verhöhnung und Diskriminierung von Hartz IV-Empfängern und auch der schon vorhandenen Migranten. Wobei die willentliche Verarmung von alleinerziehenden Frauen durch die Un-sozialgesetze eine besonders perfide Angelegenheit ist – und eine gesellschaftlich katastrophale dazu – weil die individuellen und sozialen Folgen zerstörerisch und teuer und die ökonomischen Folgen ebenfalls teuer und Sand im Getriebe darstellen.

Diese Politik wurde von einer gewaltigen Propagandawelle getragen und die völlig berechtigten ökonomischen und sozialen Bedenken als dumpfe rechte nationalistische Einstellung gebranntmarkt. 

Die entsprechende politische Lagerbildung wurde von den Parteien der Großen Koalition und von den Grünen, sowie von allen Main-Stream-Medien massiv unterstützt – also allen politischen Kräften, die mit ihrer neoliberalen Wirtschafts- und Sozialpolitik die Verarmung und Schutzlosigkeit von prekär Beschäftigten, von Arbeitslosen und Armen vorangetrieben haben und die Opfer ihrer Politik für ihr erzeugtes Elend noch schuldig gesprochen haben.

Keine fortschrittliche politische Kraft hat die Befürchtungen inhaltlich aufgenommen und in fortschrittliche Forderungen und Programme gegossen. 
Wie kann man sich da wundern, dass dies von der Rechten mit ihren Parolen aufgenommen wurde und von einem Teil der Betroffenen und Wähler dankbar begrüßt wurde? 

Wenn geleugnet wirddass der Zuzug von vielen hunderttausend Flüchtlingen und Migranten 

  • die Konkurrenz am offiziellen und am informellen Markt für Arbeitskräfte nachdrücklich anheizt und damit 
  • die Zahl der Arbeitslosen steigt, 
  • die Löhne gedrückt werden, 
  • die Nachfrage nach den zu wenigen Sozialwohnungen steigt und damit auch 
  • die Mieten, und 
  • dann den höchst wahrscheinlich davon Beeinträchtigten Einwohnern, worunter gerade auch viele schon länger anwesende Migranten gehören, erzählt wird, 
  • sie sollten solidarisch mit den Opfern eines weit entfernten Krieges sein 

– der sollte sich nicht wundern, wenn er bei einem Teil der Wähler eine Reaktion nach Rechts erzielt. 

Zwar hat Flassbeck mit seinem neuesten Kommentar zur volkswirtschaftlichen Dimension der Flüchtlingsfrage Recht, wenn er auf die ProKopf Größen im Promille-Bereich verweist. Aber konkret wirkt das alles eben vor allem nur auf 40 bis 30 % der Bevölkerung und dort auf besonders verwundbare Schichten und Gruppen und wirkt auf die schon jetzt völlig einseitigen ökonomischen, sozialen und auch politischen Kräfteverhältnisse!
Heiner Flassbeck Die eingebildete Flüchtlingsrepublik 14. März 2016
http://www.flassbeck-economics.de/die-eingebildete-fluechtlingsrepublik/

Ein anderes schweres Defizit der linken Kräfte in der Behandlung der Flüchtlingsfrage besteht in dem weitgehenden Schweigen über die Beteiligung der Bundesrepublik und der Bundesregierungen an der Organisierung des terroristischen Stellvertreterkrieges islamistischer Kräfte gegen den säkularen Staat Syrien, 

worauf ich in meinem post vom  9.3.16 schon hingewiesen hatte:
Perthes als Strippenzieher des Krieges in Syrien
Seit 2005 beteiligte sich der deutsche Akademiker Volker Perthes mit der CIA an der Vorbereitung des Krieges gegen Syrien.
Er leitet die große wiss. Beratungseinrichtung der Bundesregierung , die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2368

Im Original: 
Deutschland und die Uno gegen Syrien
von Thierry Meyssan
http://www.voltairenet.org/article190087.html

Das Linke Lager hätte mit Verweis auf diesen Hintergrund von der Regierung fordern müssen, sofort die Unterstützung des Terrorkrieges der anderen Westmächte und der Paten Türkei und Saudi-Arabien zu unterlassen:

  • Rückzug der militärischen Beteiligung am angeblichen Feldzug gegen ISIS, 
  • Ausstieg aus dem Embargo gegen Syrien, 
  • Ausstieg aus dem Anti-Syrien-Bündnis der „Freunde Syriens“, 
  • Aufgabe der Unterstützung der angeblichen zivilen und säkularen Opposition
  •  auch in der BRD und 
  • Wieder-Aufnahme der diplomatischen Beziehungen, sowie 
  • massive Unterstützung der vielen Millionen Binnenflüchtlinge im Gebiet des noch staatlich kontrollierten und friedlichen Territoriums von Syrien. 

Das wäre das sinnvollste, und das humanitäre Programm für die Eingrenzung der Fluchtbewegungen gewesen und könnte es noch sein. 

Aber da hätte man sich gegen die Dämonisierung von Assad als neuem „Schlächter“ der eigenen Bevölkerung wenden und die Romantisierung der terroristischen islamistischen Gruppen als demokratische Untergrund- und Befreiungskämpfer, vor allem auch durch die Grünen. wenden müssen. 


Und selbst die DKP hat es nicht vermocht, den Hintergrund der Zerstörung von Staatlichkeit und zivilen Verhältnissen in Syrien in den Kontext der vorherigen Aktionen der Zerstörung von Libyen, des Irak, von Afghanistan und den Kriegen gegen den Iran zu stellen, die alle Teile des jahrzehntelangen Feldzuges der USA, Englands und Frankreichs im Nahen Osten zur Kontrolle der Staaten oder ihrer Führungen und der nötigen Transportwege darstellen, um die Aneignung der Renten aus den bis 1980 vollständig verstaatlichten Ölförderung der Nah-Ost-Staaten wieder für die großen Ölkonzerne verfügbar zu machen.
Also die Enthüllung der BRD als Vasall des Öl-Imperialismus der USA, Englands und Frankreichs, also von Exxon u Co, von BP,Shell und Total, gegen die Interessen auch des deutschen Kapitals. (Iran, Irak, Syrien wären schon seit Jahrzehnten gern gute Kunden der Bundesdeutschen Ausrüstungsindustrie geworden!)

Dieser Mangel an materialistischer Analyse und Politik im Interesse der Lohnabhängigen der BRD und der anderen EU-Länder zeigt sich schon seit einiger Zeit in dem scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg der rechten in Europa und besonders der EU. 

JM 

Sonntag, 19. Oktober 2014

Öl - islamischer Fundamentalismus und US-Imperialismus im Nahen Osten

Zur Erinnerung ein Artikel über den Hintergrund von Isis und Kobane:

"Öl, Profit und Terror
Jörg Miehe
Junge Welt v  25.09.2001 

Wer die Terroranschläge am 11. September in den USA verübt hat, weiß man noch nicht. Die Folgen aber sind absehbar."

Was in der Überschrift als Zusammenhang angedeutet ist, hat im 20.Jahrhundert eine lange Vorgeschichte, die nicht erst mit dem Putsch gegen eine demokratisch legitimierte bürgerliche Regierung im Iran 1953 durch den US-Geheimdienst, im Verbund mit royalistischer einheimischer Reaktion zur Verhinderung der Nationalisierung des iranischen Erdöls, beginnt.
Zur Erinnerung an die nur kurz zurück liegende Geschichte des gleichen Zusammenhanges aus dem Jahr 2001 - richtig, die Sache von 9/11: Der Artikel ist aus heutiger Sicht zu tolerant gegenüber der Version der US-Regierung - eine wirkliche Verschwörungstheorie von bodenlos schlampiger Dreistigkeit. Wobei es bisher keine glaubhafte Version gibt - wenn auch viele Vermutungen.
Und er geht noch davon aus, dass es der US-Regierung nicht gelingen würde ihre Koalition der Willigen gegen Afghanistan durch einen UN-Beschluß zu legitimieren - eine Folge des Zusammenbruchs der Sowjetunion.
Außerdem ist die Öl-Rente als das ökonomisch wirklich Ziel der US-Interventionen im Nahen Osten noch nicht richtig benannt.
Und der Nebenkriegschauplatz zwischen Kurden und der Türkei ist ebenfalls nicht erwähnt, obwohl der schon aus der Zeit des Zerfalls des osmanischen Reiches vor und im 1. Weltkrieges stammt, als das Erdöl auch des Nahen Ostens seine imperialistische und industrielle Karriere beginnt.

Die aufgezählten Probleme der Region zur Selbstbestimmung sind immer noch vorhanden - oder vielmehr noch schlimmmer geworden, nachdem der Irak zerbomt, die Gesellschaft zerfallen ist und militante Kräfte sie permanent terrorisieren, der Staat, die Gesellschaft und die Infrastruktur Libyens zerstört sind und das Gleiche seit drei Jahren an Syrien exekutiert wird.

"Die Anschläge gegen das World-Trade-Center in New York und das Pentagon in Washington zielten auf die Zentralmacht des Weltkapitalismus. Allerdings wird auch dieser Terroranschlag wieder zeigen, daß diese Kampfesweise die Herrschenden stärkt, diesmal auch international. Von einer solchen Geschlossenheit nach innen und außen und einem Freifahrtschein für ihre Pläne konnte die kapitalistische Führungsmacht seit dem Golfkrieg nur träumen.
Wenn wir die Anschläge näher betrachten, kommen sehr widersprüchliche Dinge zutage. Folgen wir der Medien-Version der Herrschenden, die Urheber seien in islamistischen Kreisen aus dem Nahen Osten zu finden, dann wäre die weltpolitische Zielsetzung »antiimperialistisch« - sie richtete sich gegen Einfluß, Macht, gesellschaftliche Folgen und moralische Wirkungen des von den USA vorangetriebenen und geschützten Kapitalismus in dieser Weltgegend. In deren Zentrum steht das Öl, stehen Saudi-Arabien, Kuweit, Irak, die Emirate und der Iran - mit den westlichen Ölkonzernen als Interessenten, mit ihren Eigentümern, Profiten und den staatlichen Hütern dieser Verhältnisse.
Statt Kolonien zu erobern oder formelle Imperien einzurichten wird der Einkauf des Öls nach dem Zweiten Weltkrieg mit den herrschenden Kreisen formell unabhängiger Staaten vertraglich geregelt. Erweisen sich diese politisch und ökonomisch als nicht fähig oder nicht willig, so müssen sie beseitigt und ersetzt werden. Die Geschichte des Nahen Ostens ist nach 1945 voll von Intrigen, Coups, Putschen, Revolutionen und Konterrevolutionen und auch Kriegen um den Zugang des »zivilisierten« Westens zum billig sprudelnden, profitablen Öl.

Rohstoffaneignung
Aus einsehbaren historischen Gründen repräsentieren die willigen Kräfte nicht die nationalen Bourgeoisien, die sich nur zögernd entwickeln, und auch nicht die abhängigen bäuerlichen oder kleinbürgerlichen städtischen Massen, die sich langsam aus den spätfeudalen Verhältnissen herauswinden. Sie kommen vielmehr aus den ökonomisch noch verankerten feudalen Schichten und ihren adeligen Spitzen.
Diese spätfeudalen Kräfte stützen sich ideologisch und institutionell immer noch stark auf die Religion des Feudalismus des Nahen Ostens, den Islam. Die Ähnlichkeit mit den entsprechenden Verhältnissen im spätfeudalen christlichen Abendland ist nicht zu übersehen. Eine Folge der Herrschaft der spätfeudalen Strukturen, ihrer Verbindung mit der Religion und ihres Paktierens mit dem Öl-Imperialismus ist, daß die Opposition gegen diese Strukturen, gegen den Imperialismus und gegen die korrupte Kapitalisierung der Gesellschaften inhaltlich und sozial die Form der religiösen Reaktion annehmen kann.
Besonders ausgeprägt war dies bei der durch schiitische Mullahs organisierten Revolution gegen das Schah-Regime im Iran. Das Schah-Regime war von imperialistischen Kräften gegen die sich regende nationale Bourgeoisie in Stellung gebracht worden, als diese mit einer parlamentarischen Regierung den nationalen Reichtum des Öls in die eigenen Hände nehmen wollte. Ökonomisch und klassenpolitisch komplizierter wurde dies später, als dieser spätfeudale Pappkamerad der Imperialisten einen scharfen Kurs der ökonomischen Modernisierung, sprich der Kapitalisierung einschlug. Die ökonomische Stoßrichtung der Mullah-Revolution war antiimperialistisch, zunächst im Bündnis mit dem städtischen Kleinbürgertum, der Handelsbourgeoisie und der modernen Intelligenz, innenpolitisch allerdings auf Dauer nicht weniger reaktionär als die Schah-Diktatur.
Im Irak ist die antiimperialistische Stoßrichtung des Regimes auf andere Weise zustande gekommen. Teile des Militärs hatten das von den Imperialisten nach dem Ersten Weltkrieg eingesetzte Königshaus, das nach dem Zweiten Weltkrieg willfähriger Partner der auswärtigen Ölinteressen und der globalen antisozialistischen Allianz war, gestürzt und eine militärische Revolutionsregierung eingerichtet. Unter dem Banner des radikalen, sozialistisch firmierenden, arabischen Nationalismus der Baath-Bewegung war die rigorose nationale Inbesitznahme der Ölquellen eine der wichtigsten Maßnahmen - wogegen der »zivilisierte« Westen zunächst wenig ausrichten konnte, u.a. wegen der antiimperialistischen Rolle der Sowjetunion. Mit den Öleinnahmen wurden u.a. Bildungssystem und Krankenversorgung organisiert und große Entwicklungsprojekte finanziert. Später änderte sich die außenpolitische Stoßrichtung und die personelle Spitze des Militärregimes. Dagegen wurde die sozialpolitische und die säkulare Orientierung beibehalten. Vermutlich hatte sich mit der Aneignung der Öleinnahmen auch eine Änderung in der Klassenkonstellation der Gesellschaft ergeben.
Die doppelte Angst der Mullahs
Der Irak griff den Iran wegen territorialer Streitigkeiten an. Es ergab sich eine merkwürdige historische Konstellation. Eine im inneren sozial fortschrittliche und säkulare Militärdiktatur mit antiimperialistischer Orientierung beim landeseigenen Öl griff das innenpolisch religiös-reaktionäre, aber hinsichtlich des Öls ebenfalls antiimperialistische Mullah-Regime militärisch an - finanziell und politisch unterstützt von den reaktionären Feudalregimen der Saudis, der Kuweitis und der Emirate. Zudem unterstützten die USA diese Entwickung in guter imperialistischer Manier und ließen dabei den einen Antiimperialismus den anderen bekämpfen.
Die reaktionären arabischen Unterstützer des irakischen Expansionskrieges unterschieden sich nicht in der Deklaration des religiösen Fundamentalismus vom Iran, sondern in ihrem Bündnis mit den Ölkonzernen und den USA - womit ihre religiöse Position automatisch unglaubwürdig wurde. Sie hatten also doppelte Angst - vor dem gesellschaftlich zur Macht gekommenen religiösen Fundamentalismus im Iran und vor dem dadurch vermittelten Druck zur Aufgabe ihres Bündnisses mit den Ölimperialisten. Dieser Widerspruch zu dem Anspruch islamischer Rechtgläubigkeit, sozialer Gerechtigkeit und Sorge um den arabischen Reichtum erzeugte religiös formulierte Opposition, aus der später auch bin Laden hervorging.
Der nationale Expansionskrieg des Irak gegen den Iran scheiterte. Als neues nationales Projekt der irakischen Führung wurde die Einverleibung von Territorium und Öl Kuweits in den Irak ins Auge gefaßt. Kuweit war historisch ein integraler Bestandteil der Provinz des Zweistromlandes und erst nach der Auflösung des osmanischen Reiches von den westlichen Kolonialmächten einer gesonderten Dynastie übereignet worden. Die USA schienen ihrem früheren Verbündeten freie Hand zu lassen - bauten dies aber als Falle auf. Das Öl von Kuweit sollte bei den Konzernen bleiben und jenes des Irak wieder zurückgeholt und in Konzernprofite verwandelt werden.
Das Verhältnis zum Imperialismus war in diesem zweiten Expansionsversuch also anders. Der Irak als antiimperialistisch orientiertes, bürgerliches Militärregime nahm sich diesmal ein spätfeudales, religiös beweihräuchertes Adelsregime, einen engen Bündnispartner der Ölkonzerne und der USA, zum Gegner - und damit unversehens den Imperialismus selber. Dabei mußte es feststellen, daß es in der Region ohne Bündnispartner war und die antiimperialistische Rückenstärkung der Sowjetunion ebenfalls abhanden gekommen war. Die USA konnten den Irak, gedeckt von einer überwältigenden politischen Koalition, in einem Blitzkrieg aus der Luft und über Land kurz und klein schießen.
Die religiös auftretende Opposition in Saudi-Arabien hatte auf einen eigenen Kreuzzug gegen den säkularen Bösewicht aus dem Irak gehofft. Statt dessen holte die herrschende Dynastie das Militär der USA ins Land und überließ ihm nach dem Sieg sogar Stützpunkte im heiligen Land - das Militär jenes Landes, das die Okkupation anderer heiliger Stätten des Islam in Palästina offen unterstützte und erst möglich machte. Die Saudis versuchten, diesen Widerspruch mit der Finanzierung von reaktionären fundamentalistischen Bewegungen in der Welt zu überspielen, in Afghanistan, in Tschetschenien, in Bosnien und sonstwo in der Welt.
Bin Laden, als gut und modern ausgebildeter Sohn aus der ökonomischen Bourgeoisie Saudi-Arabiens, meldete sich an die früher entstandene Front in Afghanistan. Dort hatte eine Modernisierungskoalition aus Militär, Intelligenz und Teilen des Kleinbürgertums nach einem Putsch im Königshaus die politische Macht übernommen. In der Radikalisierung gab sich diese Koalition sogar sozialistische Orientierungen und verschärfte damit die Klassenauseinandersetzungen dramatisch. Nachdem die einheimische Reaktion, massiv unterstützt von Pakistan, finanziert von Saudi-Arabien, gedeckt und teils auch militärisch ausgerüstet von den USA, zur Konterrevolution antrat, rief die in Bedrängnis und Isolation geratene und gespaltene Führung dann den staatlichen Sozialismus militärisch zu Hilfe. Bin Laden kämpfte gegen die fremden, sozialistischen Heiden aus der Sowjetunion in einer religiös auftretenden, sozial archaischen und reaktionären Front mit den modernen Methoden und Mitteln seiner sozialen Herkunft und seiner beruflichen Ausbildung.
Wie bekannt, erlitten Sowjetarmee und Modernisierungskoalition eine schreckliche Niederlage. Die Führer der Stämme und der islamistischen Kampfverbände konnten sich aber nach ihrem Sieg politisch nicht einigen, der Bürgerkrieg wurde zwischen den Koalitionären der Anti-Modernisierungs-Front fortgesetzt. Wiederum mit Hilfe Pakistans wurde ein Teil der jungen Exilanten aus den paschtunischen Stämmen, in Koranschulen in Pakistan islamistisch weitergebildet, nun als religiöse Ordnungstruppe gegen Stammesrivalitäten und korrupte islamistische Kriegsgewinnler in Marsch gesetzt und wiederum auch mit dem Wohlwollen der USA - mit Erfolg.
Nach dem Sieg gegen die Modernisierer in Afghanistan erschien dann bin Laden und seinen arabischen Gotteskämpfern das heimatliche Regime der Saudis selber als das eigentliche historische Übel, das vom wahren Teufel in der Welt, den kapitalistischen USA, zum Sündenfall verführt und angetrieben worden war. Bin Laden wird nun zum Exekutor des inneren Widerspruchs des saudi-arabischen Regimes auf der Seite des religiösen Fundamentalismus, der mit seinem Asketismus auch soziale Bedeutungen hat.
Nach dem objektiv antiimperialistischen, aber eben auch antizivilisatorischen Terroranschlag in den USA rufen die USA wiederum eine weltweite Koalition zusammen. Diesmal ist die gesamte EU und ist auch Deutschland mit im Boot, obwohl alle Vorhaben der USA gegen internationales Recht tendieren. Diesmal ist nicht einmal das Theaterstück eines internationalen Gerichtshofes vorgesehen - es soll angeblich gegen bin Laden und ungenannte andere gehen: »Fangt sie, tot oder lebendig.«

Der Weg in den Iran und Irak
Zwar muß die Schutzfunktion der US-Regierung für ihre einheimische Militärverwaltung und ihre einheimischen Kapitalhändler auch propagandistisch wiederhergestellt werden, aber die wirklich wichtigen objektiven Interessen sind mit dem Öl und mit der Beherrschung des Nahen Ostens verbunden. Noch immer verhindert das säkulare, bürgerliche Militärregime im Irak, daß die Ölkonzerne sich dieser zweitgrößten (gleichauf mit Kuweit) billigen Ölreserven bedienen können; und noch immer hindert die islamische Mullahherrschaft im Iran die Ölkonzerne daran, die drittgrößte, wenn auch nicht so profitable Reserve in den eigenen Verkehr zu bringen.
Es geht also um die Einbeziehung von zwei Staaten in einer immer noch unentwickelten Region in die kapitalistische Weltwirtschaft des Öls. Diese ist das mit Abstand profitabelste stofflich basierte weltweite kapitalistische Geschäft - nach den weltweiten Finanzgeschäften. Die Folgen bestünden nicht in der Durchsetzung der kapitalistischen Produktionsweise mit breiter Einführung moderner Produktivkräfte und bürgerlicher Gesellschaft. Daher ist vom Ausgang einer solchen Entwicklung kein sozialer Fortschritt zu erwarten. Allerdings versprechen die von Iran und Irak vorgeführten antiimperialistischen Varianten staatlicher Selbständigkeit und nationaler Verfügung über die Ölreserven auch keinen Erfolg. Die eine nach innen und außen religiös expansiv und daher in beiden Richtungen reaktionär, die andere, zwar säkular, aber diktatorisch nach innen und expansiv nach außen, ist ebenfalls wenig fortschrittsträchtig. Wobei gesehen werden muß, daß beide Regime sich bemüht haben, den nationalen Ölreichtum im Lande selber zu verwenden und nicht, wie die meisten Öldynastien, im Luxus zu verschwenden.
Eine sozialistische Perspektive auf dieser unentwickelten Basis kann man wohl nach den jüngsten historischen Erfahrungen ausschließen, eine Bewegung in diese Richtung ist jedenfalls nicht abzusehen. Man muß also die bittere Wahrheit zur Kenntnis nehmen, daß der Kapitalismus als Formation noch nicht ausgedient hat. Dazu wäre es allerdings unmittelbar erforderlich, neben vielem anderen, seine imperialistische Variante zu beseitigen, ihm den imperialistischen Handlungsraum zu nehmen, wie ihm ja auch schon der Kolonialismus abhanden gekommen ist.

Willfährige Dynastien
Historisch überfällig und notwendig ist daher der Sturz der reaktionären spätfeudalen Dynastien am Golf. Dies wäre die minimale Voraussetzung einer national je eigenständigen inneren Entwicklung zu bürgerlichen kapitalistischen Gesellschaften. Da aber die inneren sozialen und politischen Kräfte dafür nicht ausreichen, oder wegen der Verteilung des Ölreichtums im Inneren kein Interesse daran haben, ist ein regionales Bündnis sozialer Kräften und Staaten unumgänglich - von Irak und Iran aber bisher nicht zu erwarten. Erforderlich wäre eine gemäßigt säkulare, dem Islam weiter verbundene Koalition von Intelligenz, Teilen des sich entwickelnden Bürgertums, der umfangreicher werdenden, zunehmend verarmten Massen in den Städten und von Teilen des Militärs. Wobei die Massen weder in Kuweit noch in den Emiraten oder in Saudi-Arabien zu finden sind - höchstens als ausgebeutete Arbeitsmigranten. Die Massen leben in Ägypten, in Palästina, in Syrien, in der Türkei und in den Ölstaaten Irak und Iran, mittendrin die Kurden.
Die USA werden mit Hilfe der jetzt geschmiedeten Koalition alles versuchen, um Irak und Iran wieder zu übernehmen und dort eine regionale soziale Bewegung zu verhindern. Die soziale, ideologische und nationale Zersplitterung ihrer Gegner kommt ihnen dabei zu Hilfe: Die auf eine unentwickelte Bourgeoisie gestützten säkularen Diktaturen des Irak und Syriens sowie das fundamentalistische kleinbürgerlich-spätfeudale Regime der Mullahs im Iran sind die wenig erfolgsträchtigen Gegner - von den Libanesen, den Palästinensern und auch den Kurden gar nicht zu reden. Die spätfeudale, religiös verbrämte Macht der willfährigen Dynastien, wie in Kuweit, in Saudi-Arabien und den Emiraten, mit ihrer reinen Ölexport-Ökonomie, das ausgehaltene Königsregime in Jordanien und das ebenfalls fremdfinanzierte Militärregime Ägyptens, mit ihrem klein- und großbourgeoisen Kapitalismus ohne eigene Produktionsbasis, der industriell hochentwickelte bürgerlich-demokratische Siedlerkolonialismus Israels und das demokratisch verbrämte Militärregime der Türkei mit einer spätfeudalen Landwirtschaft und schwachen Industrie, sind die noch intakten, sehr heterogenen regionalen Stützen, aber fast alle historisch ohne jede Perspektive.
Die nächsten Wochen und Monate werden sich darum drehen, ob ein Feldzug gegen Afghanistan unter dem Vorwand, bin Laden zu fangen, die Verbündeten der USA im Nahen Osten, am Golf und auf dem indischen Subkontinent an der Macht halten und den USA einen indirekten Weg in den Iran und den Irak öffnen kann. Dabei ist es natürlich nicht unwichtig, ob die imperialistische Koalition zwischen USA und Europa mit ihren konkurrierenden Ölkonzernen hält.
Die Friedensbewegung und die Antiglobalisierungsbewegung mag im Meinungsklima des »zivilisierten« Westens eine gewisse positive Rolle spielen. Entscheidend aber wäre es, wenn die hiesigen Lohnarbeiter sich weigern würden, den imperialistischen Machtspielen ihrer Regierungen ihre Arbeitsergebnisse hinterherzuwerfen - Imperialismus kostet nicht nur Menschenleben, sondern auch die Arbeitskraft, die Arbeitszeit und das Geld der arbeitenden Massen. Der Einkauf des Öls direkt bei den rechtmäßigen Besitzern, ohne den Umweg über Konzerne und durch die teure Militärmaschine der USA gesichert, käme allemal billiger - das wäre die richtige Stoßrichtung globaler Solidarität, ein Kapitel des heute anstehenden Internationalismus. Wenn dann noch weniger gearbeitet werden müßte, könnte sicher auch der bisher unbezähmbare Drang der arbeitenden Massen, möglichst viel Benzin in die Luft zu jagen, gebremst werden. "

Den Artikel finden Sie unter:
http://www.jungewelt.de/2001/09-25/005.php
(c) Junge Welt 2001

Montag, 13. Oktober 2014

Kriegs-Beteiligung, Waffenlieferung, Imperialismus und die Linke

Vor allem in der PDL gibt es anhand der Bedrohung verschiedener kurdischer Bevölkerungsgruppen durch die djihadistische Militärformation "ISIS" eine aktualisierte Debatte über Waffenlieferungen aus der BRD in dieses Krisengebiet und über die Duldung oder gar Propagierung einer militärischen Unterstützung der verschiedenen Kurdengruppen durch Staaten des "Westens".
Konzentriert ist dies in dem Aufruf von 14 teils prominenten Politikern der Linken, wie er in einem Artikel des ND wiedergegeben worden ist - "Kobane retten" !

Hier der Link dazu:
 http://www.neues-deutschland.de/artikel/948391.linke-abgeordnete-offenbar-fuer-militaereinsatz-gegen-is.html

Am schärfsten und ausführlich hat sich  Oskar Lafontaine dazu in einem Artikel im Tagesspiegel geäußert:

Die Linke und der Krieg
Gegen den globalen Interventionismus von USA und Nato!

von Oskar Lafontaine
10.10.2014
http://www.tagesspiegel.de/meinung/die-linke-und-der-krieg-gegen-den-globalen-interventionismus-von-usa-und-nato/10822178.html

Die verschiedenen Elemente der Debatte sind auf den Nachdenkseiten dokumentiert oder verlinkt:

Wenn sich die Rechten in der Linken durchsetzen, sind alle fünf Bundestagsparteien auf US-Interventionskurs
13. Oktober 2014 um 9:29 Uhr
http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=23560

Dazu einige Bemerkungen:
Lafontaine sieht, anders als es etwa in der DKP diskutiert wird, die Regierung der BRD als Vasall der USA in den vergangenen und laufenden Interventionen der USA, im Nahen Osten und auch in der Ukraine.
Allerdings führt er, ebenfalls anders als in der DKP diskutiert, die versuchte militärische Beherrschung der Welt durch das US-Militär, die US-Geheimdienste und die US-MilitärBündnisse sowie die tatsächlichen Militär- und sonstige Interventionen als unmittelbaren Ausfluß der US-Interessen an Absatzmärkten und Rohstoffen.
Dagegen wird in der DKP die Kennzeichnung der USA als den größten gegenwärtigen Imperialisten, und den damit einhergehenden ideologischen sowie praktischen Weltherrschaftsambitionen nicht so unvermittelt gesehen - was richtig ist.
Allerdings wird bei der Einschätzung der Rolle der BRD in der gegenwärtigen Weltlage diese Unterscheidung ebenfalls gemacht:, und führt zu absurden Einschätzungen:
Einerseits die schon hundert Jahre existierenden Pläne eines "Deutschen Imperialismus" Mitteleuropa, und damit den westlichen Kontinent überhaupt zu dominieren oder gar zu beherrschen, um damit dann mit um die Weltherrschaft zu konkurrieren. Andererseits der Versuch Rohstoffbedarf, Sicherung von Handelswegen und Möglichkeiten von Waren- und Kapitalexportmärkten als Einflußzonen durch Beteiligung an US-Interventionen zu sichern. Beide Sichtweisen sind empirisch haltlos und historisch völlig deplaziert.
Da ist Lafontaines Sichtweise auf das Verhältnis der USA zu ihren Vasallen, eben auch die BRD, schon
realistischer.
Lafontaine, aber auch die DKP und verschiedene Marxisten können nicht richtig zwischen den unmittelbaren ökonomischen Interessen der USA, oder richtiger ihrer Konzerne und ihrer Großbourgeosie, und ihren daraus, wie aus ihrer Stellung in der Welt und ihrer Geschichte entstehenden Weltherrschaftsansprüchen unterscheiden:
Im Nahen Osten geht es um die (Rohstoff-) Rente aus dem Ölgeschäft: 
D.h.: Die Differenz zwischen den sehr niedrigen Förderkosten im Nahen Osten und den höchsten Förderkosten in anderen Gegenden in der Welt, deren Förderkosten, einschließlich einer angemessenen Profitrate noch durch den gegenwärtigen Preis des Erdöls auf den Weltmärkten abgedeckt werden:
Ganz grob geschätzt etwa: 3-4 Dollar in günstigen Feldern des Nahen Ostens und bis zu 80-90 Dollar in den extremen  Stellen in der Tiefsee oder in Alaska. Es ist diese Differenz, die die großen Ölkonzerne zu ihren jährlichen Profiten von 20, 30 oder bei Exxon auch 40 Millarden Dollar führen.
http://www.t-online.de/wirtschaft/boerse/aktien/id_61995774/groesste-us-oelkonzerne-verdienen-fast-80-milliarden-dollar.html
Dagegen erreichen die Rüstungskonzerne der USA gerade einmal Umsätze von dieser Größenordnung!

Im Nahen Osten ging und geht es also um den Erhalt der Beteiligung an dieser Rente über die Förderverträge mit den reaktionären Golfstaaten, um die Eroberung einer solchen Beteiligung gegen die alleinige Aneignung dieser Renten des verstaatlichten Öls durch die Staaten Irak und Iran. Im Irak ist das Staatsmonopol und die alleinige Aneignung durch die zwei Kriege zerschlagen - aber die westlichen Konzerne konnten bisher keinen eigenen günstigen Zugang bekommen und schon gar kein Monopol. An einer "Demokratisierung"  des Iran wird seit jahrzehnten weiter eifrig gearbeitet. Dagegen ist die Möglichkeit des Sturzes aller reaktionären mittelalterlichen Golfmonarchien noch offen und unter der Parole der "Demokratisierung"und "der Durchsetzung Menschenrechte" könnten die USA ohne ernsthaften mitlitärischen Widerstand die alten Regime beseitigen und ihren Konzernen von einer "demokratischen Regierung" dann die Rente aus dem Öl in neuen Verträgen übereignen lassen. - Aber wenn man statt "demokratischen Sunniten" dann unfreiwillig "undemokratischen Schiiten" an die Macht verhilft, wie im Irak - geht die ganze Sache, trotz Billionen!-Kriegskosten - in die Hose!
Damit diese unmittelbaren Interessen überhaupt verfolgt werden können, müssen eben die militärischen Mittel der USA diese Dimension beibehalten, müssen die westeuropäischen und japanischen Vasallen an der Kandarre bleiben und muß ihnen das Zuckerbrot der Beteiligung angeboten werden und muß alles unter der Hegemonie der USA auch ideologisch zusammengehalten werden.
Da es aber nicht nur die Interessen an der Ölrente gibt, sondern die anderen US-Weltkonzerne ebenfalls in aller Welt Geschäfte machen sollen, dient die eben skizzierte faktische Welthegemonie auch der Offenhaltung aller Märkte für alle westlichen Konzerne, wenn sie und ihre Staaten sich den US-Regeln beugen, sogar die Heimatmärkte in den USA selber werden ihren Konkurrenten geöffnet.
Es gibt also ohne Zweifel den direkt ökonomisch motivierten (für ExxonMobil, Cevron, Conoco Philipps) Rohstoffimperialismus der USA und ihrer Bündnispartner im nahen Osten, aber darüber hinaus gibt es die US-Hegemonie, mitlitärisch, ökonomisch, politisch und kulturell, die nur mittelbar mit den ökonomischen Interessen des US-Kapitals verbunden ist und für die es welthistorisch kein Vorbild gibt - und das mit gutem Grund als informelles US-Empire bezeichnet wird. Diese schafft, organisiert und verteidigt, stellvertretend für das Kapital der USA und seiner Vasallen, einen kriegs- und imperialismusfreien Verwertungsraum.

Im Moment steht mal wieder eine Homogenisierung diese Verwertungsraumes zwischen den USA, Nordmerika und Europa an - TTIP - und seine Promotoren finden sich konsequenter
Weise in den Konzernen, den Bourgeoisien und den Staaten beiderseits des Atlantik !
13.10.14
JM